20. Juni 2008 - 23:17 Uhr
Impressionen aus zwei Tagen “Fliegendes Klassenzimmer”. Zitate des Tages: “Wenn der mir noch mal unterkommt… Ich bin mit Lipgloss bewaffnet.” (Mädchen, 9 Jahre) “Das war mal’n richtig schöner Schultag.” (Mädchen, 10 Jahre) “Du bist ja dämlich…” (Mädchen, 9 Jahre, nachdem mir der Dieb entkommen war) “Warum musste das ausgerechnet uns passieren. Warum nicht bei einer anderer Gruppe.” (Junge, 9 Jahre, nachdem die Führung das erste mal von Kowalski unterbrochen wird) “Ich bleibe jetzt immer in ihrer Nähe – dann passiert mir nichts.” (Mädchen, 9 Jahre, zum Polizisten) “Oh… Ich glaub ich hab den Dieb schon mal im Fernsehn gesehn.” – “Das kann nicht sein. Wenn’s ein Schauspieler wär’, würde er nicht wegrennen.” (zwei Jungen, 10 Jahre). (H&M)



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18. Juni 2008 - 21:01 Uhr
Morgen ist es soweit. Meine zweite Premiere am Thalia Theater in Halle. Allerdings nicht in den ehrwürdigen Theatermauern, sondern auf dem Flughafen Leipzig/Halle. “Das Fliegende Klassenzimmer” heißt der interaktive Krimi für Kinder und wir spielen drei Vorstellungen am Tag – schließlich haben wir über 400 Voranmeldungen.
Bei der Generalprobe am heutigen Tag wurden wir alle beinahe vom Sicherheitsdienst verhaftet. Polizei, Flughafen und alle anderen wussten bescheid. Nur der Sicherheitsdienst nicht… Ist aber alles gut gegangen. Und wenn ich nicht abhebe, bin ich am Wochenende mal wieder in Weimar… (M)

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13. Juni 2008 - 17:10 Uhr
Am 14. Juni um 20 Uhr feiert Markus mit “paedophobia.die maßnahme” am Thalia Theater Halle Premiere. Zusammen mit Stefanie Eue hat er in einem neunmonatigen Stipendium das Stück erarbeitet und mit den Jugendlichen des Theaterensembles “Guerilla Group” inszeniert.

„Wir brauchen einen Beat, um dieses Biest zu zerstören.“
Sechs Jugendliche finden sich in einem geschlossenen Raum wieder. Ohne Türen, ohne Fenster, keine Möglichkeit zu fliehen, ein Albtraum. Die einzige Verbindung nach draußen ist eine ominöse Maschine, über die ein alter Polizist zu ihnen spricht.
Paedophobia, das ist die Angst einer Gesellschaft vor ihrem eigenen Nachwuchs. Inspiriert von Diskussionen über ‚Problemjugendliche‘, Kinderknäste und Videoüberwachung in Schulen, thematisiert die Theatergruppe „Guerilla Group“ mit ihrer Inszenierung Phänomene der Kontrolle und Überwachung im Alltag.
“padophobia.die maßnahme” wird an vier weiteren Terminen gespielt: 15. Juni um 15 Uhr, 9./10./11. Juli um jeweils 20 Uhr. Alle Vorstellungen finden in der Probebühne am Weidenplan statt. Weitere Informationen unter www.tahliatheaterhalle.de
(Hanna)
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10. September 2007 - 23:08 Uhr
Niemand kommt zur Ruhe. Die Sender dudeln die Bilder vom deutschen Herbst hoch und runter. Wie immer viel über Täter und kaum oder nichts über Opfer. Nur Schmidt behält die Ruhe, redet, raucht. An ihm wird die ganze Tragik in diesen Jahren erst klar. Bin sehr fasziniert von diesem Mann. Von all den Schreihälsen dort draußen kann wohl kaum einer ermessen, in welcher Situation die Verantwortlichen waren. Heute wird lediglich über die Verwanzung der Zellen damals gesprochen. Schade. Gehört das zum Kern der Diskussion? Ich glaube nicht… (M)
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7. September 2007 - 23:36 Uhr
Jetzt kommen wir. In Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater Halle und der Deutsche Bank Stiftung gründet sich ein neues Ensemble in Halle: Die Guerilla Group. Für 9 Monate wird die Guerilla Group die Stadt unsicher machen. Unsere Bühne ist der öffentliche Raum. Unser Publikum die Bewohner und Besucher der Stadt. Wie aus dem Nichts werden wir kommen und verschwinden, noch ehe jemand genau begriffen hat, was passiert ist.
Geplant sind kleinere Stücke, Szenen und sprechende Bilder, die an unterschiedlichen Orten und ohne Vorankündigung auf die Stadt losgelassen werden. Ein Manifest und weitere Infos folgen…. (M)

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