7. Juni 2008 - 20:37 Uhr
Christiane und ich sind gerade in Hamburg auf dem Internationalen KuzFilmFestival – und mit uns der Sommer. Latte Macchiato und Eis in der Sonne und kurze Filme im stickigen Kino. Da kam die gestrige Aktion “A Wall is a Screen” gerade recht. Weiterlesen »
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13. Juni 2007 - 11:11 Uhr
Am Montag wurden die Preise auf dem KurzFilmFest Hamburg vergeben. Das Zeise Kino war so richtig voll und so richtig heiß (warum wurde eigentlich kein Saunapreis vergeben?). Die Preisträger der verschiedenen Kategorien findet man unter diesem Link www.festival.shortfilm.com, unter dem Menüpunkt KurzFilmFestival in der Kopfzeile der Seite. Es war der feierliche Abschluss eines intensiven Festivalbesuches, der für Gruppe Weimar wieder einmal mehr bewiesen hat, dass Kontakte ein großer Anteil unserer Arbeit sind. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt, weil es eine hohe Angebotsqualität in einem überschaubaren Rahmen bietet. Danke an die Organisatoren. (Ch)
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11. Juni 2007 - 10:50 Uhr
Am Sonntag lief die Rolle des Projektes „Arbeit in Zukunft“, ein Programm der Kurzfilmagentur Hamburg und der Kulturstiftung des Bundes. Das Kino war mit ca. 50 Zuschauern recht gut gefüllt. Die Stimmung war verhalten. Neben mir war noch der Macher von „Die neue Zeit“ da und zum Glück entspann sich nach der Vorstellung eine kleine Diskussion. Zum einen wurde Interesse bekundet, dass „mach doch was du willst“ unbedingt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss, da es einen vielfältigen Überblick über Reflexionsmöglichkeiten zum Thema bietet. Zum anderen wurde kritisiert, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Arbeit tendenziell positiver erwartet wurde.
Ich denke, dass die Filmrolle „mach doch was du willst“ viele unterschiedliche Ansätze enthält, die sich kritisch mit den Modellen auseinandersetzt, die unsere Arbeitswelt hervorgebracht hat. „Die neue Zeit“ bietet dabei die größte Utopie, denn eigentlich haben wir schon eine Gesellschaft, die es sich leisten könnte, die Hälfte ihrer arbeitenden Bevölkerung in „Freizeit“ zu schicken, da Rationalisierung, Digitalisierung und Automatisierung den Mensch ersetzt haben. Diese Entwicklung setzt meiner Meinung nach den Trend, Arbeit als kulturhistorischen Prozess neu zu definieren. Ich weiß, dass es dazu bereits wissenschaftliche Arbeiten gibt, aber diese sind leider wenig populär, weil sie natürlich wenig in den heutigen gesellschaftspolitischen Diskurs passen. (Ch)
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9. Juni 2007 - 20:45 Uhr
Heute fand das Screening im Kino Metropolis (wieder 17:30 Uhr) statt. Das Metropolis ist ein ganz altes Kino mit sehr viel Stil, Charme und Flair und, was besonders witzig und ungewöhnlich ist, der Zuschauerraum steigt nach vorne, zur Leinwand hin, an. Habe ich vorher noch nie erlebt, iat aber für die unter 1,60m richtig schön!
Das Screening selbst war wieder sehr spärlich besucht, vielleicht max. 50 Personen und ein paar Filmemacher mehr. Bei so wenigen Zuschauern ist die Stimmung schlecht zu schätzen, aber ich habe auf ein paar Publikumspreis-Abstimmzettel gelugt und da sah es gut aus für “outsourcing”.
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8. Juni 2007 - 20:20 Uhr
noch 11 weitere KinderKurzfilme gesehen. Aber da hier immer noch 30° C sind und ich erschöpft, gibt es die restlichen Betrachtungen später.
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8. Juni 2007 - 20:07 Uhr
..war ein Kurzfilmprogramm mit drei Spielfilmen und zwei Animationen. Das Kino war voll mit Schulklassen. Leider waren außer den Lehrern, dem Kinopersonal, einer Filmemacherin und mir keine weiteren Erwachsenen da.
„Pila, der Elefant“ ,eine israelische Animation, erzählt von einer Elefantendame, die ihren Rüssel und ihr großen Ohren nicht mag und denkt, dass sie deshalb keiner mag. Um beliebter zu sein, geht sie zum Schönheitschirurgen. Doch auch mit zierlicher Nase und kleinen Ohren beachtet sie keiner, bis auf den Hasen, der sie liebt. Der bringt ihr am Ende dann auch Rüssel und Ohren wieder und alle fallen sich in die Arme. Schön einfach ist das Leben im Trickfilm. War mir zu plakativ.
In der russischen Animation „Vorsicht beim Einsteigen“ hat die Macherin den Nähkorb geplündert und inszeniert mit Knöpfen, Garnrollen, Stecknadeln und Reißverschlüssen 24 Stunden auf einer Metrostation. Kurzweilig, abwechslungsreich und unterhaltsam.
„Für ein paar Murmeln mehr“ bringen vier Kinder einen geheimnisvollen Jungen aus ihrer Straße dazu, ihnen zu helfen, ihren Spielplatz zurückzuerobern. Der wird von zwei krakeelenden, saufenden Männern besetzt, die die Freunde drangsalieren. Mit Mut und dem Wasserspritzgewehr voll Pipi verjagen sie die „Besetzter“. Die Figur und Funktion des geheimnisvollen Jungen bleibt allerdings etwas unklar, denn die Vier hätten das auch ohne ihn geschafft.
Ganz anders ist die Herangehensweise von „Der Raub des Jadeschwertes“. Hier haben Kinder den Film selbst hergestellt und gespielt. Wie der Titel bereits verspricht, wird dem chinesischen Kaiser ein Schwert geklaut und vom Ninja-Helden zurückerobert. Einfach erzählt, aber mit viel Engagement und Begeisterung der Kinder umgesetzt. Der Saal hat getobt, weil die Hälfte des Publikums die Akteure kannten.
Der letzte Beitrag erzählt die Geschichte von Stella, die die Störche im Zoo bittet, ihr einen Bruder zu bringen. Den möchte sie für ihre Mutter, die Stellas Zwillingsbruder Jonathan ebenso vermisst.
Eine liebevoll, sensibel und einfühlsame, meiner Meinung nach an manchen Stellen zu langatmige, Geschichte zum Thema: Mama, wo kommen eigentlich die Babys her.
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8. Juni 2007 - 01:18 Uhr
Haben wir doch alle mal gespielt: Räuber und Gendarm, Cowboy und Indianer, Guter Bulle-Böser Bulle. Und ganz ohne Equipment. Aber in unseren Köpfen pfiffen die Kugeln, wieherten die Pferde, trat Blut aus den Verletzungen im Kampf.
Und genau aus dieser Imagination hat der Franzose Oliver Bocquet seinen 13 minütigen Film „Just For Fun“ gemacht. Eine Horde Kinder spielt in bester Italo-Western-Manier den Überfall, das Kidnapping der schönen Frau des Helden, den Tod des besten Freundes, die Befreiung der Lady, die Verfolgungsjagd mit Autos (ferngesteuerte Modellautos) und…na klar: der show down in der menschenleeren Prärie. Die letzten Überlebenden der Geschichte stehen sich gegenüber, ausgedörrte Grasballen werden vom Wind durchs Bild getragen, der Zuschauer kann den Staub schmecken, nervös zucken die Hände zu den Colts…und…und…und…ja, der Held, der Gute, ist der Schnellere und schießt zuerst.
Harter Schnitt: die beiden Jungs klopfen sich den Sand aus den Sachen, rennen aus der Sandkiste auf dem Schulhof ins Schulgebäude, denn es hat gerade geklingelt. Kugelhagel, Geräusche der Verfolgungsjagd und Polizeifunk sind auf der Tonebene wie im richtigen Actionkino, aber die Kinder spielen mit den Händen und dem, was sie um sich haben.
Außer das es der erste Film des Regisseurs ist, hat er ein Jahr mit den Kindern in der Schule an dem Projekt gearbeitet und tatsächlich soziale Veränderungen hervorgerufen: der aggressive Bursche hat mit Hingabe die beste Maske gemacht und der introvertierte Looser kann seinen Notendurchschnitt um zwei Noten verbessert.
Ich halte meinen Daumen hoch. (Ch.)
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7. Juni 2007 - 20:33 Uhr
Hier in Hamburg sind es gefühlte 40°C und kein Lüftchen bewegt sich. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum zum ersten Screening heute 17:30 nur ca. 50 Kinozuschauer in einem großen, großen Saal saßen.
Der erste Block zum Deutschen Wettbewerb ist bunt gemixt, von unterhaltsam, über nachdenklich bis hin zu experimentell (leider sind die immer viel zu lang!). Bei „outsourcing“ wurde viel gelacht; ungläubig und nachdenklich.
Zum Kühlen war ich in der Festivalbar, um Lars’ „Hamburger Sauren“ zu probieren, was sich als sehr erfrischendes Sommergetränk herausstellte. Ich bin wohl öfters da zum Kühlen.
Liebe Hanna, lieber Markus, lieber Urs, nach Cannes’scher Vierheit ist es schade, dass ihr nicht hier seid.
Liebe Grüße von Astrid und Lars, die schon nach Euch gefragt haben.
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