Kategorie: Cannes-Tagebuch
Die Soziologie eines Festivals
18. Mai 2009 - 11:10 UhrIn diesem Jahr sind wir ja das erste Mal ohne die direkte Unterstützung von German Films in Cannes und wie sollte es auch anders sein; es ist wieder anders als in den vergangenen zwei Jahren. Gab es im letzten Jahr noch das begehrte „R“ auf der Akkreditierung, das die Reservierung von Eintrittskarten in den Wettbewerb ermöglicht, so fehlt mir dieses Jahr dieser kleine wohlwollende Buchstabe. Aber ins Kino komme ich ja trotzdem, weil ich inzwischen weiß, wann ich mich wo und wie lange anstellen muss. Das Festival in Cannes ist wirklich ein Beispiel für die Absurdität von administrativen Mechanismen. Die Vergabe des „R“ misst sich am Grad der Professionalität. Aber innerhalb dieses Kartenbestellsystems wiederum gibt es weitere Unterscheidungen, wie viel Stunden vorher man Karten buchen darf und wie viele Punkte diese Kosten. und die Möglichkeit des Punktevergabesystems sind unergründlich. Aber trotz aller Hürden war ich bis jetzt jeden Tag im Kino und werde anschließend ein bisschen mehr über die Filme erzählen. (ch)
Auch ein blinder Produzent findet einmal ein Baguette
17. Mai 2009 - 11:35 UhrNicht das wir blind sind, obwohl die Sonne schon recht hell ist (und Frau Schlicht einmal mehr ihre Sonnenbrillen vergessen hat) waren wir gestern Abend um 21:00 Uhr auf der Suche nach Nahrung, die nicht cannesische Preise hat. Und siehe da, nach vielen Stunden Öffentlichkeitsarbeit auf diesem wunderbaren Festival gab es eine Bäckerei, in der wir fanden, was wir suchten. (ch)
Resümee
26. Mai 2008 - 12:09 Uhr Zum Abschluss unseres Cannes Aufenthaltes gab es noch die German Films Party in der Villa Babylon. Wie bereits im letzten Jahr im Hinterland von Cannes, die Anfahrt über verschlungene Wege in den Bergen und ein Fußmarsch über kiesknirschende Gartenwege. Und dann steht man mit einem Mal vor der Villa, die sich diesmal in einem fast naturbelassenem Park mit alten Obst- und Olivenbäumen auf einer kleinen Anhöhe befand. Natürlich gab es auch den obligatorischen Pool, in den sich aber an diesem Abend keiner stürzen musste, da es von oben ausreichende nass war. Pech für die “ein Hauch von Nichts- und Spagettikleidchenträgerinnen, die auch mit den Stilettos eher über den aufgeweichten Rasen gurkten als schritten. Ein vergnüglicher Versprecher von Kultusminister Bernd Neumann, der aus Versehen Aaith Fakin (Faith Akin) begrüßte säumte unter anderem den für uns ausklingenden Festivaltrubel.
Und dann war der nächste Morgen schon ran, die Koffer gepackt, der Bus nach Nizza erreicht und “bbsstt”; nach 1 1/2 h waren wir wieder schon in Berlin. (ch)
Le Silence De Lorna
23. Mai 2008 - 13:09 UhrWas nimmt man nicht alles auf sich, um Wettbewerbsfilme zu sehen. Für “Le Silence De Lorna” von Jean-Pierre und Luc Dardenne sind Hanna und ich nach der Next Generation Party tatsächlich um 7 Uhr aufgestanden, um pünktlich 8.30 Uhr am Einlaß des Grand Théatre Lumière zu stehen; diesmal ganz ohne warten. Weiterlesen »
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
21. Mai 2008 - 12:20 Uhr Zur gleichen Zeit wie wir hatte am Samstag der vierte Teil von Steven Spielbergs Abenteuer-Zyklus Premiere. Die Kritiken am Tag danach waren niederschmetternd. Keiner hatte eine Offenbarung erwartet, und dennoch steckte der Schreck über das tatsächliche Ausmaß den Reportern tief in den Knochen.
Wir wussten also, was auf uns zu kam, als wir uns anderthalb Stunden vor Filmbeginn in die Schlange einreihten. Nach drei depressiven Filmen war der Wunsch nach ein bisschen Unterhaltung größer, als der Anspruch. Weiterlesen »
Sonntag in Cannes
21. Mai 2008 - 12:16 Uhr Am Sonntag war es endlich soweit, 20:00 Uhr am StarKino. Eine lange Schlange von Kinogängern stand sogar bis um die nächtse Ecke (na gut, es kam auch parallel der Woody Allan Film; aber gut sah es aus). Aber auch zum Screening der Next Generation gab es regen Andrang. Das Kino war voll und einige Besucher saßen sogar auf den Stufen. Die Stimmung war cannesisch, es gab tolle Reaktionen, produktive Kritik und viel Beifall. Mit einer sehr hochwertigen Rolle präsentierten sich 12 Filme deutscher Filmhochschulen mit Animation, Dokumentation und fiktionalem Film. Der Robodad war dabei und hat sich vorzüglich geschlagen. Im Anschluß waren dann alle auf die Next Generation Party am Strand geladen, wo bei Meeresrauschen und herrlichem Blick auf unzählige beleuchtete Schiffe das ein oder andere Detail diskutiert wurde. (ch)
p.s. für Urs: ich hatte diesmal keinen Rosé
Die Sonne scheint wieder…
18. Mai 2008 - 15:10 Uhr… es ist heiß … ja!!!! … und wir waren baden … was will man mehr (M)




