Kategorie: Cannes-Tagebuch


Los Abrazos rotos ::: Zerissene Umarmung

22. Mai 2009 - 14:20 Uhr

Mein cineastischer Festivalabschluß in Cannes war der neue Film von Pedro Almodóvar. “Los Abrazos rotos” erzählt die alte Geschichte von Liebe, Leidenschaft und Passion. Liebe, Leidenschaft und Passion zwischen Mann und Frau, Liebe zwischen Kindern und Eltern, Liebe und Passion zum Medium Film, zum Geschichten erzählen, zum Filme machen. In typischer Weise des Spaniers ist nahezu jede Szene, jede Figur, jede Handlung mit Bedeutung zum Bersten angereichert. Es gibt den innerfilmischen Blick das Autors und Filmemachers in der Ggegnwart (Harry) und Vergangenheit (Mateo) auf seinen letzten Film, den Blick des Sohns des Produzenten X-Ray auf den Filmemacher Mateo, den Blick von Almodóvar auf die zu erzählende Filmwelt, den Blick des Zuschauers auf die “Zerissene Umarmung”. Ein komplexes Konstrukt aus verschiedenen filmischen Ebenen entwickelt den Sog in die Welt von Almodóvars Hauptfigur Mateo Blanco = Harry Caine. So wie die Hauptfigur zwei Namen trägt, so ist der Zuschauer hin- und hergerissen, welcher der ihm angebotenen Geschichten er folgt, welches der Genre für ihn dominiert, für welchen Mann sich Penelope Cruze entscheidet…der Film knüpft an die Intension der Nouvelle Vague, die Möglickeit der Wahl zu haben an, geht aber darüber hinaus, indem er die losen Enden miteinander verknüpft und in die Welt der Hauptfigur zurück- und zusammenführt. Dabei verbinden sich Humor, Spannung a la Hitchkock gleichberechtigt mit seinen typischen melodramatischen Elementen. Denn der Film handelt vom Film machen genauso wie von Drama der Liebe. Nicht radikal, eher subtil zieht er mich in einen Bann, in seinen Bann und ich verlasse das Kino mit dem Gefühl, einen guten Film gesehen zu haben. (Ch)

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Agora

19. Mai 2009 - 14:55 Uhr

Es fällt mir schwer, Alejandro Amenabars Sandalenfilm “Agora” zu bewerten. Ohne Frage, die Szenerie, die Musik, die Kamera, die Schauspieler – alles ist perfekt. Riesige Massenszenen, oppulente Kostüme, Schlachtengetümmel, unendliche Fahrten bebildern das Epos über die Philosophin und Astronomin Hypatia im Ägypten des 4. Jahrhunderts, die in Mitten eines religösen Kampfes zwischen Polytheisten, Juden und Christen zwischen zwei Männern und ihrer Wissenschaft steht. Der Film ist so pompös, dass man sich ihm nicht entziehen kann. Man kann “Agora” als geradezu undemokratisch bezeichnen. Eine objektive Meinungsbildung ist bei einer solchen Inszenierung nicht möglich. Weiterlesen »

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Auch Cuck ist hier…

19. Mai 2009 - 14:36 Uhr

…zumindest hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen!

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Cannes bei Nacht

19. Mai 2009 - 14:35 Uhr

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Samson and Delilah

19. Mai 2009 - 14:32 Uhr

Samson and Delilah ist der australische Beitrag in der Reihe UN CERTAIN REGARD und war unser erster Kinobesuch am Samstag in Cannes.
Das Debüt von Warwick Thornton erzählt die Geschichte von Außenseitern der australischen Gesellschaft, den Aboriginal-Teenagern Samson und Delilah. Sie leben in der australischen Wüste, in einem armen Dorf, weitab von großen Städten, Delilah mit ihrer Großmutter und Samson mit seinen Brüdern. Es gibt nichts zu tun, alles wiederholt sich, Delilah fertigt mit ihrer Großmutter Kunsthandwerk an, Samson hängt rum und schnüffelt aus lauter Langeweile Klebstoff. Samson interessiert sich für Delilah, aber sie lässt ihn nicht an sich heran. Weiterlesen »

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…am Rande…

19. Mai 2009 - 14:29 Uhr

Dresscode I: Auf dem Weg zur Premiere saßen zwei Jungs mit uns im Bus, die sich aus Ermangelung einer zwingend notwenigen Fliege eine Krawatte selbst gebastelt haben. Aus einem schwarzen Müllbeutel und mit akkuratem Kravattenknoten. Eine wunderschöne Idee, von der wir hoffen, dass sie den Eintritt zu ANTICHRIST erleichtert hat.

Dresscode II: Wenn du mit dem Absatz deines Stöckelschuhs Klopapier aufgespiesst hast, dann ist der Absatz wohl zu spitz oder du am falschen Ort. Und wenn du mit dem Stöckel zwischen den Holzplanken des Bootsstegs hängen bleibst, dann solltest du nicht Seglerin werden wollen.
(ch)

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Looking for Eric

18. Mai 2009 - 19:48 Uhr

Eric ist Postbote. In seiner Freizeit hütet er das Baby seiner Tochter, die gerade ihren Abschluss am College macht. Oder er räumt seinen beiden Söhnen hinterher, die das Zuhause in ein Lager für ergaunerte Baumaschinen und Fernsehgeräte umgewandelt haben. Und dann ist da noch Lily. Erics große Liebe, die er vor 30 Jahren in einem Anfall von Angst vor der Zukunft, einer Bindung, der Angst vor dem Leben, verlassen hat. Eric liebt Lily immer noch – aber geht ihr aus dem Weg. Die Angst ist einfach stärker. Weiterlesen »

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Flaschenmann

18. Mai 2009 - 11:34 Uhr

Christianes neuer Liebling an der Croisette!

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