Archiv für Juli 2009


Alle Jahre wieder… Oh Harry

19. Juli 2009 - 10:45 Uhr

Ja wir haben es wieder getan. Zum sechsten Mal Harry, Ron und Hermione nach Hogwarts begleitet. Im Vorfeld von der Kritik gescholten, als Soap und Liebesabenteuer abgestempelt, packten wir trotz alledem unsere Gryffindor-Schals ein und besuchten die Preview. Und dann?
Momentan haben die Filme ja immer noch die Tendenz sich in den dreistelligen Zahlen der Länge zu überbieten. Aber diese 153 Minuten zogen einfach ohne Spur an uns vorbei. Hätten sogar noch mal so viel sein können. Weiterlesen »

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Kapputnix

19. Juli 2009 - 10:31 Uhr

Ich war mal wieder die einzige Frau im Kino, aber das kenne ich mittlerweile. Was soll man als bekennender Action-Fan auch machen, wenn einem das gewisse Y fehlt? Trotzdem hingehen! Und so befand ich mich zusammen mit Markus (und dreißig weiteren Männern) in der Mitternachtsvorstellung von “Transformers – Die Rache”, um Megan Fox’ Maße und ganz viel Krach und Kampf zu genießen. Weiterlesen »

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Emanzipation?

8. Juli 2009 - 17:43 Uhr

Ach, manchmal ist es schon ein Kreuz mit der Emanzipation. Zum Beispiel, wenn man mit drei schweren Taschen Zug fährt und unerfreulicherweise in Leipzig umsteigen muss. Die Gesichter der jungen, vor Kraft strotzenden Männer im Gang sprechen Bände, als ich alleine mein Gepäck die Zugstufen runter- und wieder hochwuchte: “Ihr wolltet es doch selber so.”
Jetzt bin ich tatsächlich kein hilfloses, prinzipiell schutzbedürftiges Weibchen, aber ein bisschen muskuläre Unterstützung wäre hin und wieder nicht schlecht.
Nachdem die feminine Emanzipation zu weiten Teilen als abgeschlossen gilt (obwohl bei weitem noch nicht gleiche Löhne und gleiche Rechte herrschen), diskutiert man heute über die Emanzipation des Mannes. Er soll Gefühle zeigen und als Vater bei Kind und Haushalt bleiben dürfen ohne schief angeguckt zu werden. Der Mann, so heißt es, müsse in der modernen Gesellschaft nicht mehr das starke Geschlecht sein, maskuliner Beschützerinstinkt sei spätestens seit dem Aussterben der Säbelzahntiger obsolet.

Doch bei meinen gestrigen Erlebnissen auf dem Leipziger Bahnhof zeigte sich, dass wir eigentlich eine ganz andere Diskussion führen müssten: Wie es der Zufall wollte, hatte eine Mutter mit zwei Kleinkindern, eines im Kinderwagen und eines an der Hand, die selbe Zugverbindung. Eben jene mit Umsteigen in Leipzig. Und so schleppte ich nicht nur meine eigenen Taschen aus und in den ICE. Unter den Augen des “starken Geschlechtes” wuchteten zwei Frauen auch noch Kinderwagen und Trekking-Rucksack die Stufen runter und wieder hoch.
Es geht nämlich nicht darum, wer sich von wem oder was emanzipieren sollte. Eigentlich geht es um gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung. Offenbar sind dem Menschen diese Eigenschaften im Laufe der Evolution abhanden gekommen und durch den ständig präsenten Vorwurf der Emanzipation ersetzt worden.

Und noch ein Wort zu meinen starken Beobachtern der Umsteige-Aktion: Es ist keinesfalls eine Lösung, dass ich jedes Mal auf dumme, hilflose Blondine machen muss, nur damit mir jemand beim Koffer assistiert. Ist es zu viel verlangt, einfach anzupacken, wenn eine Frau emanzipiert um Hilfe fragt?

(Hanna)

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