27. September 2007 - 23:17 Uhr
Tag 1 vom Robodad. Die Sonne lächelte, das Frühstücke war gut. Nur die verdammte Videoausspiegelung wollte nicht so, wie Kamera und Regie wollten. Wozu auch? Geht doch auch ohne… Leider nein. Wir hatten zwei Einstellungen mit Jimmy vor, die das ausgespiegelte Video leider unabkömmlich machte. Aber es gab genug Zauberer am Set, um auch dieses Problem zu lösen. So konnten wir das Bild 2 ohne Einschränkung drehen und, George Lucas sollte in diesem Fall weghören, besser als bei Star Wars umsetzen (Zwinker…). Danke an Mario und Thomas für das sanfte Schwenken und Fahren! Und Christoph, der schon Tage vorher an diversen Flugsimulationen geübt hatte, beherrscht den Steuerknüppel nun wie kein anderer… (M) Foto: Th. Thiele

Kommentieren » | Mein Robodad
27. September 2007 - 14:43 Uhr
Dass die Wassersituation in Spanien schwierig ist, war mir bekannt. Aber dass sich dieser Zustand auch auf meine derzeitige WG bezieht, war neu.
Durchgeschwitzt und durstig kamen wir nachts nach Hause, freuten uns auf eine Dusche, ein ueppiges Mahl und vor allem saubere Fuesse. Aber: kein Tropfen kam aus den Leitungen. Na gut, kein Essen und keine Dusche. Zaehneputzen und Katzenwaesche mit einer Flasche Mineralwasser – ungewohnt, aber moeglich. Die wirkliche Bedeutung des Wasserausfalls wurde uns erst bewusst, als fuenf Leute aufs Klo mussten und nicht spuelen konnten. Bei warmen Temperaturen eine wahre Freude.
Etwa 20 Stunden spaeter hatten wir wieder Wasser und waren um eine Erfahrung reicher. Unglaublich, wie man sich an fliessendes Wasser gewoehnt hat, wie oft man sich – einfach damit man sich besser fuehlt – die Haende waescht und wie selbstverstaendlich eine Klospuelung voraussetzt.
(Hanna, geduscht und gewaschen)
Kommentieren » | Oficina Barcelona
26. September 2007 - 12:36 Uhr
Die Sonne schien. Das alte Schlachthofgelände präsentierte sich von seiner schönsten Seite. Extra und exklusiv für uns. Drei Tage, 26 Einstellungen, drei Plansequenzen, viele, viele Züge und Flugzeuge. Ein großes Dankeschön an alle!!!! Berichte, Fotos und erste Szenenfotos folgen. Das Material wird gerade abgetastet – ja, wir haben auf echtem Film gedreht. So etwas soll es wirklich noch geben: Denn HD war gestern – kleiner Scherz. (M) Foto: Thomas Thiele

Kommentieren » | Mein Robodad
25. September 2007 - 15:30 Uhr
Zur Reduzierung des Aggressionspotenzials in urbanen Transportmitteln setzen die spanischen Verkehrsbetriebe vermehrt klassische Musik ein. Die verwendeten Melodien zeichnen sich durch ihre enorm einschläfernde und dadurch deeskalierende Wirkung aus. Ein Weckservice ist im Ticketpreis mit inbegriffen.
(Hanna)
Kommentieren » | Oficina Barcelona
20. September 2007 - 17:45 Uhr
Neben Meerestieren aller Art kann man in Málaga eine Spezies besonders häufig antreffen: den “Buitre” (gesprochen, wie man ihn schreibt, bedeutet “Buitre” eigentlich Geier).
Der gemeine Buitre hält sich gerne an belebten Orten auf, die mit genügend Frischfleisch versorgt werden. Bevorzugt werden hellhäutige und blonde Chicas verzehrt, wobei sorgfältiges Auswählen und Beobachten der Beute zum Prozedere eines ausgiebigen Mahles gehört: Zuerst umkreist der Buitre sein nichts ahnendes Opfer. Dann schnellt er mit schnalzenden, schmatzenden oder pfeifenden Lauten, die behaarte Brust stolz geschwellt, aus einer dunklen Nische hervor, um die Reaktionsschnelligkeit der Chica zu testen. Nimmt diese nicht sofort Reißaus, beginnt ein langwieriges Spiel mit dem Futter, bis dieses – erschöpft – aufgibt, oder – wütend – einen Gegenangriff startet.
In der Gruppe der Buitres gibt es verschiedene Unterarten, die in ihrer Vielfalt den Insekten Konkurrenz machen. An dieser Stelle möchte ich nur einige nennen: den Strand-Buitre, macht hauptsächlich Jagd auf Chicas, deren physische Erscheinung eine üppige Beute verspricht, den Straßen-Buitre, sein charakteristischer Ruf “Guapa! Guapa!” ist nicht zu überhören, und den Viejo Verde, der sich im fortgeschrittenen Alter ausgiebig der Hetzjagd junger Opfer widmet.
Der Buitre nimmt in der Tierwelt Spaniens eine derart wichtige Rolle ein, dass er sogar im Unterricht besprochen wird: Erstens, er war und wird nie vom Aussterben bedroht sein, zweitens, die Population erstreckt sich flächendeckend über das ganze Land und zeigt – ungeachtet des Alters – eine bemerkenswerte Paarungsbereitschaft, und drittens, die Hartnäckigkeit eines Buitres ist fast sprichwörtlich.
Tatsächlich gibt es nur drei Möglichkeiten einem dieser gnadenlosen Jäger zu entkommen, hat er sich erstmal verbissen: Man rennt schneller als er, schlägt ihn KO oder wendet die Technik des “ser sueca” an, die mit “sich tot stellen” verglichen werden kann.
Die Errichtung eines Reservates für Chicas ist unter Experten keine Lösung für diese Plage, da sich die Vorlieben der Jäger innerhalb kürzester Zeit der Verfügbarkeit der Beute anpassen. In Spanien wird deshalb gerade über eine Abschusserlaubnis für Buitres diskutiert.
(Hanna)
Kommentieren » | Oficina Barcelona
18. September 2007 - 14:55 Uhr
Die Zeiten, in denen man in deutschen Supermärkten Plastiktüten hinterher geworfen bekam, sind lange vorbei. In Spanien ist dieser “Service” noch an der Tagesordnung. Außerdem ist alles, was man kauft, fünffach eingewickelt und verschweißt. Es gibt keine Pfandflaschen und Cola in Dosen ist spottbillig. Man produziert eine unglaubliche Menge Müll und kann noch nicht mal Papier von Plastik und Glas trennen. Es gibt keine Container für recyclebare Rohstoffe. Alles, vom Biomüll bis zur Weinflasche, wandert in große Mülltonnen – oder wo anders hin. Fährt man mit dem Auto aus der Stadt, säumen stinkende Müllberge die Straßen.
In der Stadt wird trotz der netten Aufforderungen an den Mülleimern (“Úsame”, bedeutet so viel wie “Benutze mich”) einfach alles auf den Boden geworfen. Jede Nacht spritzt dann die Stadtreinigung mit riesigen Schläuchen die Straßen sauber. Eine weitere ökologische Katastrophe, denn Spanien leidet seit Jahren an Wassermangel. Überall sieht man Aufforderungen Wasser zu sparen und das Fernsehen zeigt Spots über eine effektivere Nutzung. Aber es gibt keine Stöpsel für das Waschbecken, die Hähne und Klospülungen tropfen und die Beuler sind so schlecht, dass man das Wasser 15 Minuten laufen lassen muss, bis es warm wird.
Mir tut es weh zu sehen, wie die Leute ihre Natur kaputt machen und sich damit selbst der Lebensqualität und, besonders in ländlichen Gebieten, der Lebensgrundlage berauben. Spanien hat eine Verhaltensänderungen dringend nötig!
(Hanna)
Kommentieren » | Oficina Barcelona
17. September 2007 - 21:25 Uhr
Ein tolles Fest ++ interessante Stadt ++ Filmmakers House (hier schlafen über, neben und untereinander alle Filmemacher des Festivals) ++ fünf japanische Hochzeitpaare an einem Tag in ein und demselben Park ++ ein U-S-Bahnnetz, dass ich bis heute nicht verstanden habe ++ unser Kurzfilm hat einen neuen Namen: outesourcinge ++ Gespräche auf Englisch (besonders über die DDR) ++ How are you? – Me? – Yes – I’m Markus, we meet yesterday (ups, ich glaube das war die falsche Antwort…) Danke an das Festival Team ++ Es waren drei tolle Tage (M)


Kommentieren » | Festival-Tagebuch
17. September 2007 - 21:14 Uhr
… diesmal aus Milano. Wobei hier ein bunter Mix aus drei verschiedenen Varianten zu finden war. Liebe Grüße (M)

Kommentieren » | Allgemein